Italien - Frankreich - Spanien - Portugal

Quelle: Google Maps
Quelle: Google Maps

Unsere heurige Reiseroute mit einigen Highlights

  • Italien: Piemont (nur Durchreise)
  • Frankreich: Provence, Camargue,  Lourdes
  • Spanien: Nord- und Westküste, Santiago de Compostela
  • Portugal: der Norden, Porto, Fatima, Lissabon und die Algarve
  • Heimfahrt über Süd-Spanien (Andalusien), Frankreich (die Camargue) und Deutschland
  • Wir kamen sowohl an der westlichsten-, als auch an den südwestlichsten Punkt Europas
  • Besichtigung von 5 UNESCO Welterbestätten
  • Besuch von 3 großen Pilgerstätten
  • Wir steuerten unseren Pössl durch 5 Länder, kamen dabei auf rund 7800 km, das ist um 1200 km weiter als die Luftlinie Salzburg – New York City

Zur Info: Wir geben keine genauen Koordinaten der Stell- und Campingplätze an, da diese ohnehin in den Stellplatzführern bzw. im Internet zu finden sind. Preise von Stell- und Campingplätzen gelten immer ohne Stromanschluss, für Fahrzeuge bis 6m und nur für 2016. 

Für unsere Reiseplanung hatten wir mein altbewährtes  Garmin Nüvi 2595 LM und zusätzlich Regina's Acer Tablet mit der aktuellen SW „Navigator 16“. In beiden Geräten verwenden wir verschiedene offline Datenbanken mit Stellplätzen und Campingplätzen um jederzeit Zugriff (Umkreissuche) auf den nächstgelegenen Stellplatz bzw. Campingplatz zu haben.  Die Streckenplanung von A nach B überlassen wir nicht dem Navi, das bringt nur Ärger ein. Wir planen die Strecke mit dem Tablet, oder PC, überlegen die bestmöglichste Route, setzen sogenannte Wegpunkte und übertragen das File ins Navi oder fahren nach der Route vom Tablet. Häufig wussten wir frühmorgens nicht wo wir abends übernachten werden, dennoch fanden wir mit Hilfe der Datenbanken immer einen oder mehrere passende Stellplätze in unserer Nähe.  

Ein Tipp: Wegweiser versuchen immer Verkehrsströme auf bestimmte Fahrbahnen zu lenken, Resultat  sind nicht selten Staus, das war nicht immer in unserem Interesse, das wichtigste ist aktuelles Kartenmaterial am besten Digital am PC, Tablet und Navi.

Zwischenstation Italien

Stellplatz in Alessandria
Stellplatz in Alessandria

Italien - Piemont

Einleitend, unser Hauptreiseziel ist Portugal. Unsere erste Etappe nach Alessandria in der italienischen Region Piemont verlief über die Brennerroute und wir erreichten nach einer entspannten Fahrt gegen Abend den kostenlosen Stellplatz am Stadtrand von Alessandria.

 

Frankreich

Der Hafen am Rhonedelta
Der Hafen am Rhonedelta

Frankreich - Camargue

Am kommenden Morgen geht es weiter entlang der Ligurischen Küste nach Frankreich. Gegen Abend erreichen wir unseren Stellplatz in der Camargue in der Provinz Provence am Rhône-Delta. Auf Grund er aktuellen Vorfälle umfuhren wir ohne Zwischenstop großräumig die Cote d‘Azur mit den landläufig bekannten Touristenmetropolen. Außerdem sind diese gigantischen Bettenburgen ohnehin nicht unsere Urlaubswelt. Unser  Stellplatz liegt direkt am Hafen, der Port St. Luis und entspricht exakt den Beschreibungen, € 6,50.- alles incl. auch die perfekte Sicht auf die Hafeneinfahrt. Herrliches Wetter und freundliche Leute, der Stellplatz ist für rund 60 Womos ausgelegt, 6 Womos, mit unserem, belegten den Platz.

 

Trotz des herrlichen Wetters und der phantastischen Umgebung  machen wir uns am späten Morgen auf den Weg unseres ersten Etappenzieles nach Lourdes in Südfrankreich an den Ausläufern der Pyrenäen.

 

Basilika in Lordes
Basilika in Lordes

Frankreich - Lourdes

Lourdes, eine Kleinstadt mit rund 19.000 Einwohnern ist bedeutend geprägt vom Pilgertourismus. Das katholische  Pilger-Zentrum ist die „Basilika“ und die „Grotte“ direkt unter der Kirche. Es ist anmutend was sich hier abspielt. Gesunde- wie kranke Pilger, aber auch schwerst-Kranke wandern oder werden in Rikschas und Rollstühlen zur Grotte gefahren in der Hoffnung sich an dem heilenden Wasser zu beleben und ihre Leiden zu lindern oder zu heilen. Wir besichtigen alle spirituellen Orte, die Altstadt und genießen einen Imbiss in einend er zahlreichen netten Bistros der Stadt.  Wie wir später vergleichen konnten mit Santiago, war der Pilger-Fremdenverkehr hier noch bodenständig und vorzüglich organisiert.

 

Nach einem heftigen, lang andauernden Gewitter in der zweiten Nacht in Lourdes, reisen wir weiter nach Spanien. Wir passieren die Grenze in San Sebastian und fahren entlang der ausdrucksvollen, Baskischen Nord-Atlantikküste direkt nach Santander. Wir planen von nun an unsere Stellplätze „on demand“, also nach Bedarf, da wir auch unsere Reiseroute den persönlichen Interessen und Gegebenheiten anpassen.

 

Spanien

Der Hafen von Sandander
Der Hafen von Sandander

Spanien - Santander

Santander ist eine mittelgroße Hafenstadt am Atlantik, wir haben einen Stellplatz direkt am Yachthafen gewählt, € 6,50.- incl. Ent- und Versorgung sowie Strom, ja auch das gibt es noch???. Meine sprachlichen Spanisch-Kenntnisse waren mehr als ausreichend um uns gleich vor Ort perfekt zurechtzufinden. Auch dieser Stellplatz war nicht gerade überbelegt, anfangs waren wir die Einzigen, etwas später gesellte sich ein Zweites und zu später Stunde ein drittes Womo hinzu. Den Abend beschließen wir mit einer guten Tapa und einer Flasche Vino Blanko im Restaurant gleich neben dem Stellplatz

Strand in Gijon
Strand in Gijon

Gijon

Nach einem guten Frühstück am Morgen geht es weiter nach Santiago de Compostela, unserem nächsten Reiseziel. Bevor wir aber Santiago erreichen planen wir einen Zwischenstopp in Gijon. Gijon ist eine Hafen- und Industriestadt in Asturien und zugleich wirtschaftliches Zentrum dieser spanischen Region. Der sehr gut belegte Stellplatz, direkt am feinen Sandstrand, lädt buchstäblich zu einer Erfrischung im Atlantik ein. Der saubere Strand ist nur ein paar Schritte entfernt, das Wasser ist herrlich und auch angenehm warm (gefühlte 22°)

 

Am kommenden Morgen, nach dem Frühstück, geht die Reise von rund 250 km nun direkt nach Santiago.

Die Basilika des Heiligen Jakobs
Die Basilika des Heiligen Jakobs

Santiago de Compostella

Anreise: Wir fuhren von Gijon, erst auf der Autopista und die letzten 65 km auf der Bundesstraße, welche exakt neben den letzen Kilometern des Jakobsweges liegt. Signifikant fiel uns dabei auf, dass es hier eigenartigerweise zu einer Häufung von Etablissements des horizontalen Gewerbes kommt…..siehe Don Juan…..etc….

Wir erreichen den Campingplatz „Camping As Cancelas“  in der Rua do Vintecino de Xullo am Nachmittag. Der Platz ist realistisch etwa 3 km von der Kathedrale entfernt…..Vorsicht mit spanischen Entfernungsangaben, diese werden meist gekürzt um die Touristen nicht zu verschrecken. Unsere Scampi vom Einkauf in Santander werden gleich lecker am Abend zubereitet.

Am Morgen geht es los in Richtung Kathedrale. Bedauerlicherweise hat sich die weltbekannte Pilgerstadt des Heiligen Jakobus sehr verändert. Ich bin bereits zum vierten Male hier, und war überrascht, insbesondere über die konfusen Sicherheitsbestimmungen. Wir haben heute den 25. Juli 2016, welcher der höchste katholische Feiertag, der Tag des Heiligen Jakobus in Santiago ist. Ob das nun ein Gewinn ist oder nicht stellte sich im Laufe des Tages heraus und jeder möge sich sein eigenes Bild darüber machen.

Einerseits konnten wir hautnah miterleben wie die spanische Königsfamilie mit Gefolge den Haupteingang der Kathedrale nach dem Gottesdienst verließ, was uns sehr beeindruckte, andererseits war später ein Betreten der Kirche trotz strenger Kontrollen mit meinem Rucksack nicht möglich. Irgendwie sind wir durch die drakonischen Kontrollen dann doch gekommen. Das Rucksackthema ist hier keineswegs gelöst. In einer weltbekannten Pilgerstadt, wo bestimmt der Großteil mit Rucksack und Wanderschuhen anreist, befindet sich original eine (1) Gepäckabgabestelle am entfernten Rande der Altstadt, die Öffnungszeiten waren auf den Plakaten unterschiedlich angeschrieben und viel zu kurz. Mal von 9 - 14 Uhr, dann wieder von 9 – 13 Uhr….usw. Nur so viel, wir gaben unsere Rucksäcke sicherheitshalber nicht ab, dennoch guckten wir uns eine Gepäckabgabestelle um 14:30 Uhr an, sogleich ist uns ein völlig verzweifelter Japaner entgegen gekommen und fragte ob ich Englisch spreche. Ich fragte was los sei, er sagte er könne seine Gepäckstücke nicht abholen da versperrt sei, klar seit einer Stunde war der Laden geschlossen. Dabei bemerkten wir eine größere Gruppe von Personen welche das gleiche Schicksal hatten, alle standen mit völlig ratlosen, verärgerten Gesichtern vor verschlossen Türen. Beinhart stand in spanischem Wortlaut auf einem kleinen Zettel, die Gepäckstücke können morgen in der örtlichen Polizeistation abgeholt werden??? und das in einer weltbekannten Pilgerstadt…..

Möglicherweise ein Nachfahre des Hl. Jakobs
Möglicherweise ein Nachfahre des Hl. Jakobs

Besichtigung der Tomba  

Wir stellten uns eine gute Stunde am Eingang an der Tomba an (mit den Rucksäcken) und kamen dann mit einigen findigen Diskussionen und einer Kontrolle des Inhaltes doch hinein…Glück gehabt. Beim Eintritt  in die Kirche wechselten wir uns ab, Reginas Rucksack war etwas kleiner und dieser kam hinein. Auffallend und zugleich überraschend war, dass Damenhandtaschen, egal welcher Größe, Einkaufstaschen und Umhängebeutel, welche gut doppelt so groß als mein Rucksack waren, ohne Probleme in die Kirche mitgenommen werden durften.

Quintessenz: Mann oder Frau sollte als Pilger entweder mit einer Plastik-Einkaufstüte oder mit einer großen Damenhandtasche anreisen, auf keinen Fall aber mit einem „Rucksackähnlichem Gebilde“ am Rücken, es sei denn man kann seine Habseligkeiten in einer nahegelegenen Herberge deponieren. Man könnte eventuell versuchen den Rucksack in eine Einkaufstasche zu verstauen. Auch nach sorgfältigen Überlegungen wurde ich nicht schlau was das Rucksackthema und deren Handhabung betraf. Was natürlich klar ist, dass ein vollbepackter Tracking-Rucksack samt Schlafsack und Reservewanderschuhen nichts in einer Kirche zu suchen hat. Eine organisierte Gepäckabgabe mit vernünftigen Öffnungszeiten ist hier unaufschiebbar notwendig!!!

Darüber hinaus wurde dieser hohe kirchliche Feiertag,  auf der Hinterseite der Kathedrale beim Eingang der Tomba, auch noch für eine politische Propaganda-Veranstaltung genutzt. Überlaute Parolen hallten über den Platz, selbst in der Tomba waren die Appelle noch zu hören.

Nichtsdestotrotz, wir gönnen uns nun eine vorzügliche Empanada gefüllt mit Bacalhau (Empanadas sind gefüllte Teigtaschen) und zum Nachtisch einen Kaffee mit Churros (ein Churro ist ein spanisches Brandteiggebäck, eine Art länglicher Krapfen mit sternförmigem Querschnitt. Sie werden aus Brandteig zubereitet, der in heißem Öl frittiert und dann mit Zucker und Zimt bestreut und heiß gegessen).

Eine Anmerkung am Rande, ich besuchte vor etwa 30 Jahren das erste Mal die Kathedrale. Damals war von einem völlig überzogenem, kommerzialisiertem Pilgertourismus überhaupt nichts zu bemerken, auch konnte zu jener Zeit der Haupteingang mit der bekannten Säule in die Basilika genommen werden…. kein Vergleich mit heute….ich möchte gerne wissen was der Heilige Jakobus davon hält? Übrigens wer auf das Schwingen des berüchtigten Weihrauchkessels wartet, sollte sich vorher erkundigen, wir konnten nicht einmal den Hauch eines Weihrauchs in der Kirche wahrnehmen. Übertriebener Pilgertourismus treibt oft bizarre Auswüchse…. Trotzdem gefiel uns die Stadt recht gut und einen Besuch ist sie immerzu wert. Mit etwas Glück trifft man auch den Heiligen Jakob, wie das Bild zeigt.

Kirche auf La Toxa
Kirche auf La Toxa

La Toxa

Am kommenden Morgen geht unsere Reise weiter zur kleinen Insel La Toxa. Auf die Insel gelangt man über eine betagte Steinbrücke. Dort wollen wir die alte Seifenfabrik besichtigen, welche mir gut in Erinnerung blieb. Leider lässt sich die Fabrik nicht mehr besichtigen, doch man kann noch die Produkte direkt kaufen. War die Fabrik vor 30 Jahren noch in Familienbesitz, so gehört sie heute zu Schwarzkopf & Henkel. La Toxa ist eine kleine Insel und gehört zu den bekannten Atlantik-Traumstränden von O Grove. Die Insel ist bekannt durch die über 100-jährige Tradition der Seifenerzeugung. Um die Insel gibt es spezielle Algen und ein Mineralwasser, welche zur Erzeugung von Seife, Parfüms und Duschlotionen verwendet wird.

Wir unterhalten uns mit einer Touristenfamilie aus Burgos, dabei bekommen wir einen super Tipp. Wir sollten unbedingt mit dem Katamaran fahren. Eine Rundfahrt zu den Bateas, das sind die Muschelzuchtbänke bei O Grove, dabei ist Wein und Verköstigung vom Feinsten. Das Alles für € 13.- pro Person. Wir erkundigten uns bei der Anlegestelle und kauften gleich zwei Tickets. Die Fahrt übertraf alles, als Vorspeise wurden sofort Gambas (Scampi) aufgetischt, dazu Albarino, das ist der beste Weißwein der Gegend und als Hauptspeise die bekannten, regionalen Mejillónes (Miesmuscheln) und Essen so viel bis man nicht mehr konnte. Nebenbei wurde eindrucksvoll die Muschelzucht erklärt und natürlich bekamen wir auch die Zuchtseile mit den Muscheln zu Gesicht….. Anspannung im wahrsten Sinne, Essen, Trinken, Fotos schießen, schauen dass uns der Wind nicht die Becher vom Tisch fegt, dann die nächste Portion Mejillónes,… bis zum Finale ein regionaler Likör dann noch kredenzt wurde.

 

Ursprünglich wollten wir auf der Insel auf einen Parkplatz nächtigen, doch im Gespräch mit einer alteingesessenen Markstandlerin stellt ich heraus dies sei nicht mehr erlaubt. So beschlossen wir direkt auf den nahegelegenen Campingplatz Punta Moreira in O Grove zu fahren. Der Platz liegt direkt am herrlichen Strand und war goldrichtig, um die nächsten 2 Tage etwas auszuspannen und die Sonne zu genießen, bevor wir Spanien vorläufig verlassen und die Grenze zu Portugal passieren. Übrigens die Wassertemperatur war ca. 18° gefühlte 12° und glich einer Fleisch-Schockgefrierung… Einfach herrlich und gesund diese Kältereize für den Körper.

 

Resümee: der Küstenabschnitt O Grove mit seinen kilometerlangen goldsandigen Stränden, den Felsformationen und kleinen Buchten und insbesondere der Sonnenuntergang im Atlantik ist immer ein Hochgenuss und war ein vortrefflicher Abstecher.

Portugal

Typische Berglandschaft im Landesinneren
Typische Berglandschaft im Landesinneren

Einige Tipps für Portugal-Reisende: Stand 2016

Energie: Elektrische Energie wird größtenteils aus Wasserkraft und Windkraft gewonnen, sowie aus Photovoltaik, darüber hinaus gibt es Kraftwerke  mit fossilen Brennstoffen. Portugal könnte sich vollständig selbst mit Energie versorgen, dennoch handelt Portugal seine Energie mit anderen Ländern.

 

Wasser: Insbesondere der Norden hat hervorragendes Trinkwasser welches aus zahlreichen öffentlichen Brunnen sprudelt, man kann bedenkenlos den Womo-Wassertank auffüllen. Die Bevölkerung holt sich hier trotz einer Wasserversorgung gerne ihr frisches Quell-Trinkwasser.

Darüber hinaus gibt es viele frei zugängige Mineralwasser- und Heilwasserbrunnen, das Wasser hat einen besonders angenehmen Geschmack, ist sehr kalt und kristallklar, wir füllten unseren Womo-Wassertank damit.

 

Sprit: Der Dieselpreis liegt geringfügig höher als in Spanien ungefähr bei €1,20.- In dichtbesiedeltem Landstrichen ist die Tankstellendichte hoch, im Landesinneren sollt man möglichst mit vollem Tank starten. Es gibt Diskonttankstellen (z.B. Intermercado und Prio) hier liegt der Dieselpreis bei 1,05.-

 

Sprache: Die junge Bevölkerung spricht größtenteils gut Englisch, ansonsten ist man mit Spanisch gut bedient, aber auch Französischkenntnisse sind manchmal hilfreich und ein paar Grundkenntnisse im Portugiesischen sind schnell erlernt. Grundsätzlich gibt es kein Sprachproblem, auch wenn man des Portugiesischen nicht mächtig ist….mithilfe der Gebärdensprache (Hände und Füße) kommt man immer weiter.

 

Wohnmobilisten: Das Stellplatznetz für Wohnmobilisten ist ausreichend dicht, wobei nicht jeder Platz Strom und eine Ver- und Entsorgung bietet. Ist eine längere Stehzeit vorgesehen, so kommt man um eine ausreichend dimensionierte PV-Anlage am Womo nicht herum. Ein Großteil der Stellplätze ist kostenlos, ansonsten sind die Beträge im einstelligen Eurobereich. Strom auf den Campingplätzen ist erfahrungsgemäß nicht günstig (€ 2 - 4.- pro Tag) die Preise für die Campingplätze variieren je nachdem ob im Landesinneren (ca. € 13.-) oder an der Küste (€ 25.-). Mit etwas Internetrecherche kann man auch Plätze um rund € 13.- an der Küste finden.

 

Speis und Trank: Speisen und Getränke sind ausgesprochen preiswert, die Qualität hoch. Am Lande ist es oftmals üblich,  dass zu Hauptspeisen noch einige Vorspeisen serviert werden, diese werden nicht berechnet, auch werden gerne Kräuterschnäpse gereicht, dabei werden nicht nur die Gläser sondern immer die Flasche auf den Tisch gestellt, man kann sich selbst einschenken und zwar so viel und so oft man möchte, meist wird auch das nicht bzw. zu einer geringen Pauschale verrechnet. Vinho Verde oder Albarino sind erlesene Weißweine, werden gut gekühlt getrunken, die Flasche kostet € 7 - 10.- Portugal hat 10 Weinanbaugebiete, im Landesinneren sind die schweren, tanninreichen Rotweine sowie Port- und Madeirawein zu empfehlen, während aus dem kühlen atlantischen Klima des Nordens leichte Weine wie der Vinho Verde kommen.

Der kleine Kaffee (Espresso) kostet ca. 70 Cent bis € 1.- Toast und Tapas liegen im 1 - 2 Euro Bereich, besonders leckere Mehlspeisen, wie kleine Törtchen oder Schnitten gibt es ab € 1.- ausgenommen in den Großstätten und an der Algarve, hier sind Touristenpreise.

 

Lebensmitteleinkauf: Immer frisch und preiswert kaufen wir gerne bei den regionalen Märkten oder bei den Ständen an der Straße ein. Hier passt Qualität und Preis, darüber hinaus wird das Einkommen der Bauern gesichert. Es gibt Obst, Gemüse, Marmelade, Honig, Wein, Kräuterschnäpse, Liköre, Eingemachtes, Olivenöl und vor allem Melonen, oftmals auch Brot aus dem Holzofen.

Ein heißer Tipp: Lidl ist in Europa nahezu überall vertreten und hat seine Standartprodukte aber auch sehr viele regionale Produkte. Es gibt keine Höhenbeschränkungen für Womos immer genug Parkplätze meist auch eigene Womo Parkplätze und auch Toiletten. Einer der wenigen Lebensmittelkonzerne die kapiert haben, dass auch Wohnmobilisten sich mit Lebensmittel eindecken. Bei vielen anderen Lebensmittelkonzernen gibst es Höhenbeschränkungen bis 2,10m.  

 

Intermarche ist ebenfalls ein guter Tipp für Wohnmobilisten. Einerseits kann man hier seine Lebensmittelvorräte  auffüllen, andererseits besonders preiswert tanken, Wäsche waschen und viele Intermarches haben eine kostenlose Ent/Versorgungsstation für Womos.

Wer vornehm und international seinen Einkauf bevorzugt geht zu den Apolonia Supermärkten, hier sind fast alle europäischen Lebensmittel-Produkte zu haben.

 

Klima: Die Temperaturen im Landesinneren können schon mal 38° oder mehr erreichen, in der Regel kühlt es aber am Abend angenehm ab. An der Küste gehen die Temperaturen tagsüber nicht ganz so hoch, insbesondere im Norden kann auch kühler Wind gegen Abend aufkommen. Wir hatten an der Küste in der Nacht ca. 17° im Landesinneren 25° bis 30°. Das Wetter ist in den Sommermonaten Juni bis September sehr beständig und es gibt kaum Regentage und wenn, dann ist dies nur von sehr kurze Dauer.

 

Sicherheit: Allgemein gilt Portugal als sehr sicheres Reiseland mit geringer Kriminalität, dennoch es kann immer etwas sein. Am Lande werden weder Haustüren noch Autotüren tagsüber versperrt, dies gilt jedoch nicht für Städte. Hin und wieder trifft man bettelnde Personen an, diese gehören meist nicht zu den typischen, organisierten Bettelbanden, ausgenommen in Großstädten wie Lissabon. Vorsicht bei Menschenmengen, im Bus, etc. An großen Parkplätzen trifft man sogenannte Einweiser an, auch diese Personen haben praktisch kaum Einkommen und freuen sich dankbar über einen Euro, aber Vorsicht ist geboten. Trinkgeld wird nur bei Bedienung gegeben, jedoch nicht an der Bar.

 

Internet: Freies WIFI Internet ist meist vorhanden, insbesondere in Städten aber auch auf Campingplätzen oder Stellplätzen.  

 

Waldbrände: Portugal hat große Waldflächen und wird im Sommer immer wieder von schrecklichen Waldbränden heimgesucht. Wie in unserem Reisebericht anschließend nachzulesen ist, sind wir nur knapp einer Katastrophe entkommen.

 

Weiterführende detailliertere Informationen können ohnehin in den Reiseführern oder im WWW nachgelesen werden.

Kein Trinkwasser!

Vorsicht jedoch bei diesem Schild, hier ist das Wasser nicht genießbar, obwohl die Brunnenanlage oftmals sehr einladend aussieht.

Interessante Felsgebilde im Gebirge
Interessante Felsgebilde im Gebirge

Fahrt nach Portugal

Am späten Vormittag treten wir unsere Weiterreise in Richtung Grenze an. Vorerst auf der spanischen Autopista in Richtung Vigo und dann zum Grenzübergang bei Fortaleza. In Portugal sperren wir auf unserem Navi erst mal gleich die Autobahnen, denn wir wollen schließlich Land und Leute kennenlernen. Wir nehmen den Grenzübergang bei Tui, vorher jedoch tanken wir in Spanien noch günstig. (€ 0,98.-) Die alte Grenzstation mit der mächtigen Eisenbrücke schaut noch gleich aus wie vor 30 Jahren, lediglich die Grenzkontrollen fehlen heute. Vorbei am Fortaleza und dann geht unsere Fahrt direkt ins Gebirge.

Über die Berge ins Landesinnere
Über die Berge ins Landesinnere

Parque National da Peneda Gerés

Über abenteuerliche, kleine Bergstraßen, wir fahren oft über 2 Stunden in der Wildnis ohne nur irgendjemandem zu begegnen, geht die Fahrt nach Gerés. Hier bei einem regionalen Markt kaufen wir unseren Honig (Berg-, Rosmarien-, und Eukalyptushonig), die Gegend ist bekannt für köstlichen Honig von höchster Qualität (1,4 kg für € 8.-) In Caldas do Gerés, einige Kilometer nach Gerés, übernachten wir, direkt am Parkplatz an der Heilquelle Fonta da Batoca.

Dieser Ort ist ein Kurort.  Die Gegend ist besonders bekannt für viele Wasserquellen und ihr besonders gutes Heilwasser. Das Wasser kann von der Quelle frei und bedenkenlos genommen werden! Die Heilkraft wird vornehmlich für Magen-, Leber- und Gallenleidende Personen in Form von Trinkkuren oder Bädern angewendet. Der Geschmack des eiskalten Wassers ist ausgezeichnet.

Am kommenden Morgen geht es weiter in die Berge vorbei an verträumten Plätzen, hindurch an alten Bergdörfern zu einem Stausee. 

Bacalhau
Bacalhau

Am Stausee (Barragem) do Alto Rabagáo

Wir umrunden einen der größten Stauseen Portugals. Am nördlichen Ufer entdecken wir einen ansprechenden Campingplatz (Aquabarroso) welcher auf ca. 880 Meter Höhe liegt, mit Zugang zum See und einem  netten Restaurant. Wir beschließen die nächsten 2 Tage zu bleiben.  Der Platz kostet € 14.- alles incl. das Restaurant ist sehr empfehlenswert, wir bestellen für den ersten Abend Grill-Koteletts auf 19 Uhr, alles perfekt. Für den kommenden Abend entscheiden wir uns für die typische Landeskost, Bacalhau (salz- getrockneter Kabeljau) zu speisen, welchen ich ebenfalls am Vortag vorbestellte. Sogleich fragte man uns ob wir beim Wohnmobil oder im Restaurant speisen wollen….echt Spitze, man hätte uns gerne auch beim Womo aufgedeckt!!! Die Preise sind absolut bodenständig und für unsere Verhältnisse besonders günstig. Am kommenden Morgen geht unsere Reise weiter nach Bom Jesus was so viel wie „Guter Jesus“ heißt, aber bevor es losgeht werden wir noch auf eine kleine Kostprobe Portwein eingeladen. Ich zeigte mich erkenntlich für die außerordentlich nette Gastfreundschaft und lasse einige Dosen österreichisches Bier hier, der Kellner war derart erfreut und retournierte portugiesisches Bockbier.

Die Basilika Bom Jesus
Die Basilika Bom Jesus

Bom Jesus do Monte

Der Stellplatz in Bom Jesus ist schattig und ideal für die Besichtigung, zur  600  (sechshundert) Stufen höher liegenden Wallfahrtskirche, Bom Jesus do Monte. Beim Anstieg findet man eindrucksvoll mit lebensgroßen Figuren in den Kapellen alle Stationen des Kreuzweges. Am Weg gibt es immer wieder Trinkquellen. Wer die Strapazen des Anstieges scheut, kann mit einer Schrägbahn, welche ausschließlich mit Wasserkraft betrieben wird, zur überragenden Basilika gelangen.

Die  Burg gleich neben dem Stellplatz
Die Burg gleich neben dem Stellplatz

Guimaráes

Wir fahren noch am selben Abend die ca. 30 km nach Guimaráes um hier zu nächtigen und am nächsten Tag die Burg und die alte Stadt zu besichtigen. Die Stadt ist in die Liste der fünfzehn UNESCO-Welterbe-Stätten von Portugal aufgenommen. Der Stellplatz liegt direkt auf einem großen Parkplatz vor der Burg, in die Stadt sind es nur 10 min. Am Stellplatz ist ein Fahrverbotsschild welches die Zufahrt und Abfahrt zwischen 22 und 7 Uhr untersagt, nicht beirren lassen, dies wird nicht so genau genommen und das Parken ist über Nacht dessen ungeachtet erlaubt.

Laut den Portugiesen ist hier Portugal geboren worden und es war im 12. Jahrhundert lange Zeit die Hauptstadt Portugals. Wir besichtigen die historische, gut erhaltene Altstadt, genießen Portwein und Bacalhau in unterschiedlichen Zubereitungsarten.

Maisfladen aus dem Holzofen
Maisfladen aus dem Holzofen

Penha, der Hausberg von Guimaráes

Wir beraten am nächsten Morgen auf den Hausberg von Guimaráes zu fahren und quartieren uns am einzigen Campingplatz ganz oben am Berg ein (€ 11.-).Hier gibt es eine schöne Wallfahrtskirche, zwei Kapellen und eine außergewöhnliche Jausen Station.  Wir machen Rast und genießen die Leckerbissen, bevor wir durch die anmutenden Felsschluchten weiter wandern.  Besonders eindrucksvoll ist die Höhlen-Kapelle des Heiligen Elias, der Schutzpatron der Schlafenden, unweit der Jausen Station, was uns nach dem herrlichen Essen und vor allem dem Rotwein geradezu willkommen war. Die unbedingt empfehlenswerte Jausen Station ist etwas schwer zu finden, aber es gibt ein Schild am Rundweg mit „Eremitage“ und hier geht`s lang, man kann die Maisbrotfladen aus dem Holzofen sodann schon riechen.

Blick vom Stellplatz auf den kleinen Fluß
Blick vom Stellplatz auf den kleinen Fluß

Barcelos

Barcelos ist eine kleine Stadt, westlich von Braga, doch einmal wöchentlich, am Donnerstag, findet hier der größte Markt Portugals statt. Man entdeckt nahezu alles und noch dazu zu günstigen Preisen. Wir reisen am Mittwoch an, auf den nahegelegenen Stellplatz des Marktgeländes. Es ist auf alle Fälle ratsam am Vortag bis spätestens mittags am kostenlosen Stellplatz zu sein, da der Platz bis zum Abend immer gerammelt voll ist! Wir haben Glück und finden mittags noch ein Top Plätzchen für unser Womo. Wir bleiben hier 2 Nächte. Kerngeschäft der Markt-Standler sind Waren aus China (90%) aber auch Portugal und Italien. Hauptsächlich Textilien, Taschen, Lederwaren, werden angeboten. Überdies ist ein Großteil der Marktfläche mit gartenfrischem Obst-, Gemüse- und Fleisch, Wurst- und Käsewaren, sowie Haushaltsgeräten ausgestattet. Das Wetter war heute leicht diesig aber gerade recht für den Markbesuch.

Die zweistöckige Stahlbrücke von Porto
Die zweistöckige Stahlbrücke von Porto

Porto

Erster Tag Besichtigung der Portweinkellerei Cálem:

Porto ist bekannt für guten Portwein und mehrsprachige Kellereiführungen. Darüber hinaus zählt die Altstadt von Porto zu den UNESCO Werkkulturerbe. Die 2 stündige Fahrt von Barcelos nach Porto führt durch romantische, kleine Dörfer und große Weingüter, bis wir mittags am Hafen ankamen. Porto hat rund 4 - 5 Stellplätze alle etwas außerhalb des Zentrums. Wir nehmen den großen Stellplatz nahe der bekannten zweistöckigen Brücke Ponte Luis I. Die gigantische Stahlkonstruktion wurde von einem Schüler von Eiffel geplant und ist eine Art Wahrzeichen von Porto. Wir machen uns am selben Tag abmarschbereit, kommen aber nicht bis zur Brücke, da uns ein nettes Restaurant am Ufer mit einer Bacalhau-Paella anlacht.

Nach dem Imbiss interessieren wir uns sogleich für eine Portwein-Kellereibesichtigung. Cálem, eine große Kellerei mit Weingütern im Landesinneren, sie liegt kurz vor der Brücke an der rechten Seite. Wir machen eine Führung mit Verkostung und kaufen natürlich auch ein. Für alle, die es nicht wissen, es gibt auch weißen Portwein, die spezielle Herstellung sowie die unterschiedlichen Bezeichnungen, die Lagerung und der Genuss dieses Dessertweines können in Web nachgelesen werden.

die Kathedrale Sé in Porto
die Kathedrale Sé in Porto

ZweiterTag: Besichtigung von Porto

Wir nehmen einen HOP on-HOP off Bus und fahren erstmal eine große Stadtrunde bis hinaus zum Hafen am Atlantik. Um eine Übersicht der Stadt und der Umgebung zu bekommen sind diese Busse ideal, wir haben gute Erfahrungen mit diesen Bussen heuer schon in Hamburg gemacht.  Nach der Rundfahrt mit Audio Guide steigen wir im Zentrum aus und beginnen mit unserer individuellen Besichtigungstour.

 

Folgende Sehenswürdigkeiten können wir empfehlen: Die Kirche des heiligen Franziskus mit der aufwändigen Golddekoration, mit dem Museum und den Katakomben, die Kathedrale Sé, die Bibliothek, die bekannte Einkaufsstraße, nicht vergessen den historischen Bahnhof San Bento mit den Azulejos, das sind die hübschen blauen Kacheln, die Geschichten erzählen. Unbedingt sehenswert ist der Torre dos Cleriogos, hier hat man die beste Aussicht über Porto. Der Turm ist ca. 75 m hoch, zugleich der höchste Kirchturm des Landes und kann über 148 Stufen bestiegen werden. Anschlossen ist eine Kirche mit einem Museum.

 

Ein besonderer Hochgenuss ist natürlich die berühmte zwei stöckige Stahlbrücke Ponte Luis I. Am Rückweg gehen wir noch auf einen Drink in eine Bar direkt an der Brücke und anschließend geht unser Weg über die Brücke am Hafen entlang zu unserem Stellplatz.   

der Familienbetrieb Icarai
der Familienbetrieb Icarai

Kulinarik Tipp für Porto

Portugiesen sind absolute Grillmeister, hier wird der Grill nie kalt. Wir beschließen um die Mittagszeit (14 Uhr) ein feines Grillhühnchen vom Holzgrill zu genießen. In der Rua Sà da Bandeira 121 bei dem Familienbetrieb Icarai gibt es gegrilltes Huhn, Ripperl, Spieße vom Grill und sonstige Leckerbissen. Zur Info, wir bezahlten € 18.- für 2 Portionen Grillhuhn, ½ Liter Vinho Verde (Weißwein), eine große Portion Pommes, eine Portion Brot, 2 Kaffee und 2 Portwein. Mit etwas Verstand und dem Focus wo die Einheimischen speisen, kann man auch in Porto GUT und GÜNSTIG essen gehen.

Wir haben wieder ein freies WIFI am Stellplatz gefunden und planen nun nach den Strapazen ein paar Tage an der Küste auszuspannen, darüber hinaus meinte Regina eine Waschmaschine wäre auch nicht schlecht…

Abendstimmung am Campingplatz von Torreira
Abendstimmung am Campingplatz von Torreira

Torreia

Wir finden zwei Campingplätze unter € 18.- an der Küste. Der Campingplatz Furadouro, welcher auf der Strecke liegt, gucken wir uns zuerst an. Achtung Finger weg, hier geht es super-chaotisch ab. Schlange stehen vor der Schanke weil Wohnmobilisten  nicht wissen was sie wollen und alles blockieren, die Lage des Platzes ist in einer großen Grube und total überbelegt, überdies ein Parkchaos von PKW`s vor dem Campingplatz. Darüber hinaus liegt der Platz mitten in einem Waldgebiet, worauf ich später darauf zurückkommen werde, warum wir diese Plätze meiden.  Wir wenden und fahren die rund 15 km weiter nach Torreia und das ist den nächste Super Tipp. Die gut ein Kilometer breite Landzunge ist landschaftlich eine Augenweide rechts der Atlantik, linksseitig die weit ausgedehnten Lagunen. Nebenbei, der Campingplatz in Torreia wie auch der Stellplatz einfach perfekt. Wir richten uns am Campingplatz ein (€ 13.- pro Nacht) alles vorhanden, super Entsorgung saubere Duschen und Toiletteanlagen und natürlich eine Woschmaschin. In den Ort sind es 5 min. und zum feinsandigen Atlantik-Strand 10 min. Im Büro wird auch gerne spanisch gesprochen, somit konnten wir uns gleich einen ersten Überblick verschaffen. Der Campingplatz ist groß, sehr sauber und gut zur Hälfte belegt, davon ein Teil mit freundlichen Dauercampern. Wir bleiben für die nächsten zwei Tage.

Heute ist der 8.8.2016 und es ist Großputztag angesagt, alles im Womo durchputzen, Bettwäsche und alles was nur irgendwie aus Stoff ist wird gewaschen. Vor allem die Solarpaneele am Dach haben eine Reinigung dringend notwendig. Die Camper rings um uns herum gucken schon, da wir nur Wäsche aufhängen und putzen……aber auch das muss mal sein und der ruhige Platz ist ideal. Wieder freies WLAN animiert uns zur Planung der nächsten Tage. Ein Aufatmen der Dauercamper bei unserer Abreise ist erkennbar, die Waschmaschine ist wieder frei!

Bootsfahrt in Aveiro
Bootsfahrt in Aveiro

Aveiro

Die Stadt ist bekannt durch seine bunten Boote. Es wird auch das Venedig von Portugal genannt. Empfehlenswert ist eine 45 min. Bootsfahrt mit einem dieser bunten Touristenboote. Wir nehmen das Nächstbeste und lassen uns durch den Ort, oder besser gesagt durch die Kanäle schippern.

Überdies ist der Ort bekannt durch seine Salzproduktion, ähnlich wie in Trapani auf Sizilien gibt es auch hier Salzgärten. Die Salzkonzentration im Atlantik ist jedoch etwas geringer als im Mittelmeer. Der freie Stellplatz in Aveiro ist ca. 10 min außerhalb neben der Autobahn, wir nächtigen hier nicht sondern fahren gegen Spätnachmittag weiter nach Costa Nova, direkt an die Atlantikküste.

Wellen an der Küste von Costa Nova
Wellen an der Küste von Costa Nova

Costa Nova

Ein kleiner Küstenort bekannt durch seine längs- oder quer gestreiften bunten Häuser. Der regionale Stellplatz ist total überlaufen, wir sehen uns ein wenig um. Unweit des regionalen Stellplatzes gibt es direkt am Strand einen, ich sage mal „wilden“ Stellplatz. Wir stellen uns in die vorderste Reihe gleich hinter den Dünen und guckten gleich mal nach dem Meer - eine zauberhafte Kulisse mit Sonnenuntergang wurde uns geboten. Wir bleiben die Nacht und fahren am Morgen in Richtung Luso.